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Fast jede Frau und auch einige Männer hatten im Laufe ihres Lebens bereits eine Blasenentzündung,

auch Harnwegsinfekt genannt. Ursachen und Symptome sind vielseitig, meist ist die Zystitis nur antibiotisch zu behandeln.

Als Symptome sind vor allem häufiger Harndrang (Polyurie), teilweise mit wenig Harnabsatz, Schmerzen beim Pipi machen oder auch ein Brennen (Dysurie) zu nennen. Zeitweise kann es auch zu krampfartigen Schmerzen und unterschiedlich starken Blutbeimengungen im Urin kommen. Bei starken Blutbeimengungen spricht man von Makrohämaturie, bei wenigen, kaum sichtbaren Blutungen von Mikrohämaturie. Ebenso kann ein veränderter, meist stechender Geruch des Harns Hinweis für eine Blasenentzündung sein.

Die Ursachen für eine Zystitis sind geschlechter- und altersspezifisch unterschiedlich.

Bei Frauen liegt es hauptsächlich an den anatomischen Gegebenheiten, dem engen Zusammenliegen von Blasen- und Darmausgang hatte. Hier ist meist der Echinococcus coli ein Darmbakterium der Auslöser, hat also meist hygienische Gründe. Ebenso ist es bei Kindern und Jugendlichen. Männer sind seltener betroffen, meist sind sie schon in höherem Alter und oft liegt eine Prostatahyperplasie (altersbedingte, gutartige Vergrößerung der Prostata) vor. Auch das Vorliegen eines Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit“) oder Bestrahlung im Rahmen einer Krebserkrankung begünstigen den Ausbruch der Krankheit. Häufig kommt es bei sexuell sehr aktiven Frauen oder Jugendlichen, die ihre ersten Erfahrungen machen (s. auch „Bravo“ – Dr. Sommer Thema Blasenentzündung) zu Harnwegsinfekten.

Sollte eines der o.g. Symtome auftreten, ist es auf jeden angeraten, einen Arzt aufzusuchen de.wikipedia.org. Die Urinuntersuchung erfolgt meist durch den Hausarzt oder durch den Urologen. Sinnvoll ist es, den Morgenurin per Mittelstrahl (einen Teil des Blaseninhaltes ablassen, einen Teil in ein sauberes Gefäß und den Rest wieder in die Toilette lassen) aufzufangen. Mit Hilfe eines Teststreifens, der für ca. 10 Sekunden in den Urin gehalten wird, kann festgestellt werden, ob Blutbeimengungen, Nitrit oder Eiweiß (Abfallprodukte der Bakterien) im Urin enthalten sind. Durch eine mikroskopische Untersuchung wird das Testergebnis noch verifiziert.

Als Therapie ist auch in wenig ausgeprägten Fällen des Harnwegsinfektes eine Antibiose indiziert. Nach erfolgter Einnahme des Antibiotikums sollte nach 3 bis 5 Tagen erneut eine Urinkontrolle erfolgen um festzustellen, ob das Medikament gewirkt hat edoc.ub.uni-muenchen.de. Sollte der Urin noch nicht keimfrei sein, legt der Arzt eine Kultur des Urins an, die 24 Stunden in einem Wärmeschrank aufbewahrt wird. Sind die Nährböden dieser Kultur mit Bakterien bewachsen, kann das Labor ein sogenanntes Antibiogramm anfertigen um herauszufinden, welcher Wirkstoff wirksam ist. Leider haben sich durch die häufige Einnahme von Antibiotika viele Resistenzen gebildet. Unterstützend sollte man während eines Harnwegsinfekts viel Flüssigkeit zu sich nehmen, z.B. Blasen- und Nierentee, was das Durchspülen der Blase fördert.

Eine antibiotische Behandlung ist deshalb erforderlich, da die Bakterien über die Harnleiter, das Nierenbecken in die Niere wandern können und hier eine sehr schmerzhafte Nierenbecken-Entzündung entstehen kann, die teilweise mit hohem Fieber und starken Schmerzen einhergeht. Schlimmstenfalls kann es zu einer Vergiftung der Nieren kommen (Urosepsis), die bis zum Nierenversagen führen kann.

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